Manchmal hilft der Blick auf die Stellenangebote in Zeitungen oder Internet-Jobbörsen nicht weiter.
Gut bezahlte Jobs, die auch noch Spaß machen? Es gibt sie – aber die Zahl der
Bewerber ist entsprechend groß.
Engagierten Menschen mit der nötigen Ausbildung, fundierten Kenntnissen in
einem bestimmten Bereich und dem nötigen Durchsetzungs- und Durchhaltewillen
bietet sich stattdessen eine Existenzgründung im Dienstleistungsbereich an.
Einnahmen nicht schönrechnen
Einige Aufgabenstellungen (als Berater, kaufmännische Bürodienste) erfordern
beim Einstieg ein relativ geringes Eigenkapital. Das Wissen und die Erfahrung
sind das eingebrachte Innovativ-Kapital.
Trotzdem sollte sich jeder mögliche Selbstständige darüber klar sein, welche
finanziellen Belastungen auf ihn zukommen können. Einer umfassenden und
realistischen Vorausschau über die angestrebte Einnahme- und Umsatzsituation
muss eine ebenso realistische und vollständige Übersicht über die Ausgabenseite
gegenüberstehen. Nicht nur mögliche Wettbewerber am Markt sorgen für geringere
Einnahmen als erwartet. Auch die Nachfrage nach der angebotenen “absolut
neu- und einzigartigen” Dienstleistung bleibt hinter den eigenen
(unrealistischen) Erwartungen zurück.
Ausgaben nicht vernachlässigen
Neben den üblichen Geschäftsausgaben für Büromaterial, Computer und Telefon
können auch Kosten für Steuer- und Rechtsberater gerade in der Startphase
anfallen. Hinzu kommen Beiträge für Versicherungen (Krankenversicherung,
Alters- und Berufsunfähigkeitsvorsorge, Betriebs- oder
Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung). Auch das Finanzamt möchte seinen
Teil am erzielten Gewinn oder in Form von abzuführender Umsatzsteuer erhalten.
Gerne vergessen werden die Kosten für die private Lebensführung (Miete,
Lebensmittel etc.).
Ein gewisses Maß an finanziellen Rücklagen schadet also nicht. Zudem sollte
sich ein Existenzgründer Gedanken über eine mögliche Fremdfinanzierung durch
Banken und andere geeignete Geldgeber machen. Ein entsprechender
Finanzierungsplan wird von vielen Existenzgründern in der Anfangszeit gerne
vernachlässigt.
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